Geschichte der NBA von 1970 bis 1993

1970

Harry Reimer und Gerhard Maack Harry Reimer und Gerhard Maack

Auch zum 35. Geburtstag der NBA gab es am 19. November 1970 wieder eine Uraufführung: „De Schrubber“ von Robert Eildermann. Das Stück wurde 1970 bei einem Preisausschreiben des Niederdeutschen Bühnenbundes mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Die NBA bekam das Recht zur Uraufführung, weil sie die Auslobung des Wettbewerbs mit 10.000 Mark bezuschusst hatte, die Hans Beusen bei Ahrensburger Firmen gesammelt hatte.

1975

Claus Sieling, Gerhard Maack, Inge Hörmann, Heinz Lettow, Gisela Ritscher und Peter Lombard (von links) Claus Sieling, Gerhard Maack, Inge Hörmann, Heinz Lettow, Gisela Ritscher und Peter Lombard (von links)

Im Jahre 1975 feierte nicht nur die NBA ihren 40sten Geburtstag, auch Heinz Beusen war in diesem Jahr 40 Jahre ihr Bühnenleiter. Aufgeführt wurde die Tragikomödie „Danz üm de Kark“. Geschrieben hatte dieses Stück wieder Heinrich Schmidt-Barrien.

1978

Heinz Beusen trat zurück, nachdem er die NBA 43 Jahre lang geleitet hat, und wurde zum „Ehren-Speelbaas“ der Niederdeutschen Bühne „Stormarner Speeldeel“ e.V. ernannt.

Als sein Nachfolger wurde Bruno Hotz gewählt.

1985

Zum „Halben Jahrhundert" zeigte sich die NBA mal ganz anders: Unter der musikalischen Leitung von Peter Lombard wurde „Zitronenjette", ein Volksstück mit Musik um das Hamburger Original, einstudiert.

 

 

 

 

 

links: Gerda Hillenberg in der Rolle der Zitronenjette

 

 

„An jedeen dag, den Gott warden lett

Dor bün ik op de Been!

Kaamt ji an'n Graskeller mol vörbi,

denn köönt ji mi sehn!

Ik sitt dor op de kole Stehen

Un seh die Minschen gohn,

von Tiet to Tiet rop ik jem to:

Zitroon'n, Zitroon'n, Zitroon'n!"

1989

Die NBA führte zum ersten Mal für die jungen und junggebliebenen Zuschauerinnen und Zuschauer ein Weihnachtsmärchen auf. Am 10.12.1989 feierte das Märchen „Rumpelstilzchen“ Premiere. Dies war der Beginn einer lieb gewonnenen Tradition mit inzwischen 20 verschiedenen klassischen wie auch moderneren Weihnachtsstücken.

1990

Rose Marie Lensch-Roggenkamp und Harald Clausen Rose Marie Lensch-Roggenkamp und Harald Clausen

Das Ensemble der NBA gab ihr erstes Auslandsgastspiel in der Ahrensburger Partnerstadt Viljandi (zu der Zeit noch eine Republik der UDSSR, heute Estland) mit „De Biberpelz" von Gerhart Hauptmann, in das Plattdeutsche übertragen von Hans-Jürgen Ott. Für die Aufführung wurde das Stück zunächst vom Plattdeutschen in das Hochdeutsche und dann in die estnische Sprache übersetzt. Die estnischen Zuschauerinnen und Zuschauer konnten dann über Kopfhörer der Aufführung der Ahrensburger auch sprachlich folgen.

1991

Das estnische UGALA-Theater kam zum Gegenbesuch in die Partnerstadt Ahrensburg.  Im Gepäck hatten sie den „Wildkapitän“ (Kihnu Jõnn), der auch ohne Übersetzung verstanden werden konnte – ging es doch um die Arbeitsbedingungen auf See und das früher übliche Schanghaien (gewaltsame Rekrutieren von Seeleuten).

Für die Kinder hatten sie das Stück „Sinder Vinder“ mitgebracht, ein Singspiel, in dem drei Schrankbewohner in einem Kinderzimmer beschließen, miteinander zu spielen, weil es ihnen im Schrank zu langweilig geworden ist.

1993

Die Esten kamen zum zweiten Mal nach Ahrensburg. Sie spielten den „Kirschgarten" (Kirsiaed) von Anton Tschechow. Dieses Mal brachten die Esten ihre Simultananlage mit, so dass die Ahrensburger Zuschauerinnen und Zuschauer während der Aufführung dem Text über Kopfhörer in seiner deutschen Übersetzung folgen konnten.